Coversongs mit einer ganz eigenen Note

Julian Rombach begeistert die Zuhörer beim Konzert am Sonntagabend im fast ausverkauften Torhaus in Herbolzheim.

Badische Zeitung, von Christiane Franz

  1. Julian Rombach Foto: Franz

HERBOLZHEIM. Viel unterwegs auf Konzerttour ist Julian Rombach. Immer wieder macht er auch Halt in der Region. Der in Endingen aufgewachsene Musiker, der in Berlin lebt, hat hier einen treuen Fankreis. Mit neuen Songs begeisterte der Mann an der Gitarre und dem Klavier am Sonntagabend mit seinem vor allem Liedermachern gewidmeten Programm das Publikum im Torhaus. Überraschungsgast am Sonntag war Susanne Frank, mit der er zwei Lieder präsentierte.

Am Lago Maggiore und in Berlin habe er zuletzt gespielt, sagte Julian Rombach auf Nachfrage der BZ. Der Dozent für schulpraktisches Klavierspiel bildet angehende Gymnasialmusiklehrer im Bereich Klavier und Gesang an der Universität der Künste in Berlin aus. Daneben gibt der studierte Musiker Solokonzerte oder tritt im Duo auf.

Seine Setliste stelle er für jeden Abend neu zusammen, sagte Rombach. Am Sonntag waren erstmals Lieder von Bodo Wartke, Rainhard Fendrich und Werner Lämmerhirt von ihm zu hören. Mit Letzterem verband Rombach eine persönliche Beziehung. „Werner Lämmerhirt habe ich persönlich gekannt. Ich habe ihm Noten seiner Stücke geschickt, die er selbst gar nicht hatte“, sagte der junge Profi-Musiker.

Rombach bearbeitet und arrangiert selbst die Lieder, die er singt. „Ich will akribisch genau heraushören. Dass alle Details, die in der Originalkomposition vorhanden sind, auch herauskommen, ist mir sehr wichtig“, so der Musiker. Denn die meisten Stücke, die er spiele, gebe es nicht auf Noten.

Aufgrund dieser Akribie sind bei Rombach musikalische Überraschungen eher nicht zu erwarten. Eine eigene Note bekommen die Cover aber durch Rombachs Stimme. In Herbolzheim setzte der Singer schwungvoll mit „Bad Moon Rising“ von Creedence Clearwater Revival ein. Während des Konzerts leitete er plaudernd von einem Song zum anderen über, indem er über die Musik sprach oder Anekdoten aus seinem Leben zum Besten gab.

Drei Gitarren hatte er mitgebracht

Das Stück „Froh und munter“ von Werner Lämmerhirt beispielsweise bezeichnete er in der Einführung als besondere musikalische Herausforderung, war doch Lämmerhirt für ein virtuoses Gitarrenspiel bekannt. Rombach wurde der Herausforderung durchaus gerecht und überzeugte beim anspruchsvollen und komplexen Spiel, was mit anerkennendem Beifall honoriert wurde. Aber es sind vor allem Stücke wie „Wish You Were Here“, mit denen der Solokünstler das Publikum für sich gewann. „Bestimmte Stücke sind mit einem unverwechselbaren Sound verbunden“, leitete Rombach zum berühmten Song über und griff zur zwölfsaitigen Gitarre. Drei Martin-Gitarren aus den USA hatte der Musiker im Torhaus dabei. Die Zwölfsaitige habe er eben für jenen Sound erstanden, sagte er, und schon war man mittendrin im eigenwillig-sphärischen Klang von Pink Floyd.

Mitklatschen oder Mitsingen ist bei Rombach-Konzerten nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht und sorgt sogleich für gute Stimmung im Saal. Wie zum Beispiel bei „Bye, Bye Love“ von den Everly Brothers. Und wer gut zuhörte, dem entging auch die ironische Spitze in der Ankündigung des Songs nicht: „Das singe ich gerne auf Hochzeiten.“

Ob mit heiteren oder nachdenklich machenden deutschen Liedtexten oder Songs von Künstlern wie Cat Stevens, Bob Dylan, Joe Cocker oder Eric Clapton – Rombach bot einen unterhaltsamen Abend, der von den Zuhörern mit viel Applaus und Jubelrufen bedacht wurde.

Handgemachte Musik für Konzerte und private Anlässe

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Mein Name ist Julian Rombach, ich bin studierter und leidenschaftlicher Musiker, Sänger, Gitarrist und Pianist. Als Profimusiker spiele ich zu Feierlichkeiten jeder Art. Ob Geburtstag, Jubiläum, Firmenfeier, Taufe, Hochzeit, Scheidung… für alle freudigen Anlässe habe ich die passende Musik parat (-:
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Auf meiner musikalischen Menükarte stehen u.a. Songs von den Beatles, Cat Stevens, ABBA, Grönemeyer, Elton John, Simon&Garfunkel, Reinhard Mey, Werner Lämmerhirt, Hannes Wader, Janis Joplin, Johnny Cash, Elvis Presley, Sting, Michael Jackson, Bob Dylan, Leonard Cohen, Georg Kreisler, Nirvana, Red hot chili peppers…u.v.a. Ich singe auf deutsch, englisch, spanisch, französisch, italienisch, lateinisch… Lieder zum Schmunzeln, Träumen und Lachen.
Mein Musikstudium brachte mich u.a. nach San Francisco und Granada, ich spielte öfters auf Luxus-Kreuzfahrtschiffen von Hapaq Lloyd von Tunesien bis zum Nordpol…und wenn Sie möchten singe ich auch gerne bei Ihnen – egal, wo Ihre Feier stattfindet. Ich trete überall in Deutschland auf und bin mobil.
Gerne können Sie sich weiter auf meiner Homepage informieren und Videos ansehen. Zahlreiche Videos sind auch auf youtube zu sehen. Preise auf Anfrage.

Schreiben Sie mir einfach auf info@julian-rombach.de oder rufen Sie mich an.
Ich freue mich auf Ihre Nachricht!
Musikalische Grüße,
Ihr Julian Rombach​

Konzertbericht

wol_rombach_liederabend_17 006Julian Rombach begeistert im Blauen Salon mit populären Songs / Bemerkenswertes „Multiinstrumental-Talent“

 

Er stammt aus Endingen am Keiserstuhl und lebt in Berlin: Der Musiker, Sänger, Gitarrist und Pianist Julian Rombach, der am Freitag zu einem „Liederabend“, wie er es schlicht nannte, in den Blauen Salon einlud. Es waren nicht allzu viele Zuhörer, die dieser Einladung folgten: Der im Ganzen ausgezeichnete Liederabend hätte ein weit größeres Publikum verdient gehabt.

Wolfach (bu). Die übersichtliche Schar derer, die am Freitag in den Blauen Salon gekommen war, war von Julian Rombachs Spiel und Gesang begeistert und klatschte und sang auch gelegentlich die populären Lieder begeistert mit.

Ganz unauffällig, nur mit Hut als Zugeständnis ans „Künstleroutfit“, enterte Julian Rombach – und überraschte sogleich mit seiner bemerkenswerten Stimme und den faszinierend melodischen Gitarrenakkorden bei Reinhard Meys „Ankomme am Freitag, den 13., Christine“, das, nebenbei, so wunderbar zum tatsächlichen Freitag, dem 13. passte. Und als sei es mit diesem Lied noch nicht Klassiker genug, folgte gleich darauf, man hätte es ahnen können, Hannes Waders „Heute hier, morgen dort“, das er fast noch hinreißender als das Original sang.

In einem großen Sprung nahm er seine Zuhörer mit Scott McKenzies  „San Francisco“ mit nach Kalifornien und legte mit George Harrisons  „Here Comes the Sun“ nach.

Dann ließ er seine Gitarre Gitarre sein und stieg auf das Klavier um, auf dem er, ausgezeichnet übrigens, sein Lieblingsliebeslied, Herbert Grönemeyers „Halt mich“ spielte und sang und dabei auch noch mit den Lippen erzeugte Trompetentöne unterlegte. Und als wäre es der Multiinstrumentalität nicht genug, spielte er auch noch auf Gitarre und Mundharmonika Bob Dylans „Blowin‘ In The Wind“.

Am besten aber kam seine Stimme bei dem Volkslied „Die Gedanken sind frei“ zur Geltung, bei dem das Publikum begeistert mitsang. Mit Reinhard Meys anklagendem „Irgendein Depp bohrt irgendwo immer!“ läutete der Barde die Pause ein.

Nach der Pause wurden mit Georg Kreisler Tauben im Park vergiftet und das einsame Triangel im Orchester bedauert, mit Simon & Garfunkel „Mrs. Robinson“ und mit den Beatles „All You Need is Love“ besungen, bis mit Reinhard Meys hektischem „Aller guten Dinge sind drei“ Schluss war.

Der Beifall des kleinen begeisterten Publikums war gewaltig, so gewaltig, dass der Barde um zwei Zugaben nicht herumkam. Und die waren noch einmal vom Feinsten: „Hey Jude“ der Beatles und, natürlich, Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde“.

 

Bilder: Ein ausgezeichneter Interpret populärer Song-Klassiker: Julian Rombach.

An meine geduldigen Nachbarn…

Elegie aus dem Winterheim

In jedem Stockwerk rings um meine Wohnung
bereiten Unglücksmänner mir und Frauen,
indem sie auf Klaviere ohne Schonung
mit allzu rauhen Klauen hauen, Grauen.

Julian Rombach am Klavier. Gehen Sie auf den Link um sich einen Konzertmitschnitt aus San Francisco anzusehen.

Das hallt und schallt zu allen Tageszeiten,
ich kann mich nie und nimmer dran gewöhnen,
muss oft verzweiflungsvoll, wenn rings die Saiten
in gar nicht schönen Tönen dröhnen, stöhnen.

Früh steh´ ich auf bei Liszt, Chopin und Wagner,
und abends bei dem Klang der „Müllerlieder“
leg´ ich mich mit dem Schmerzgefühl zerschlagner
und todesmüder Glieder wieder nieder …

O möchten endlich doch die schnöden Hände,
die oft von mir verwünschten, viel gehassten,
die so erbarmungslos und ohne Ende
durch Marterkastentasten hasten, rasten!!

Ich frag´ mich oft, wenn ich mich trostlos härme:
Ist auf die Dauer solche Qual erträglich?
Und ist ein Weiterleben bei dem Lärme,
der so unsäglich kläglich täglich, möglich?! …

Ein hoffnungsloser Schmerz netzt meine Wimper,
Erlösung gibt es nicht aus diesen Nöten,
bis sie mich eines Tags mit dem Geklimper,
dem endlos öden, schnöden, blöden, töten!

Otto Sommerstorff